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Wie wir 64 Reisetage in einen Rucksack packen

64 Tage unterwegs.

Mehrere Länder. Unterschiedliche Klimazonen. Züge, Busse, Fähren, Flüge, Hostels, Homestays, spontane Umwege und dazwischen immer wieder mal eine Wanderung.

Und trotzdem reisen wir nur mit handgepäcktauglichen Rucksäcken.

Als wir das zum ersten Mal erzählt haben, kam fast immer dieselbe Reaktion: „Wie bitte? Für zwei Monate?!“

Ganz ehrlich: Wir dachten anfangs selbst, dass das nie funktionieren kann. Heute wissen wir – es geht. Und es fühlt sich unglaublich gut an.

Warum wir bewusst nur mit Handgepäck reisen

Wir wollten nicht:

– schwere Koffer hinter uns herziehen
– an jedem Flughafen aufs Gepäck warten
– uns Sorgen machen, ob alles ankommt
– extra zahlen für jedes zusätzliche Kilo

Wir wollten frei sein. Beweglich. Spontan.

Und je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigt haben, desto klarer wurde: Man braucht viel weniger, als man glaubt.

Unsere Rucksack-Entscheidung – lange gesucht, richtig gewählt

Nach sehr viel Lesen, Vergleichen und Probieren sind wir schließlich bei zwei Modellen gelandet:

Der große Rucksack kommt ins Gepäckfach –
der kleine Tagesrucksack wird vorne angeschnallt oder passt unter den Sitz im Flugzeug.

So haben wir:

✔ alles Wichtige immer bei uns
✔ kein Chaos beim Boarding
✔ einen perfekten Daypack für unterwegs

Und trotzdem nur Handgepäck.

Für uns war das die beste Lösung zwischen Minimalismus und Komfort.

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Unsere drei Grundregeln fürs Packen

Bevor wir überhaupt angefangen haben einzupacken, haben wir uns an drei einfache Regeln gehalten:

1. Jedes Teil muss mehrere Zwecke erfüllen

Ein Shirt ist Stadt-Outfit, Schlafshirt und Strandshirt.

2. Leicht & schnell trocknend

Damit Waschen unterwegs unkompliziert bleibt.

3. Wenn wir es eine Woche nicht brauchen → bleibt es zuhause

Das war am Anfang hart.
Im Nachhinein goldrichtig.

Kleidung – bewusst wenig

Wir nehmen absichtlich nur wenig Wäsche mit. Nicht, weil wir uns quälen wollen –
sondern weil wir unterwegs regelmäßig waschen.

Und ja:
Zur Not tragen wir eben auch mal zweimal hintereinander dasselbe T-Shirt. Dem leichten Gepäck zuliebe.

Pro Person ungefähr:

Oberteile

Hosen & Shorts

Dazu

Alle 4–6 Tage waschen wir kurz durch – per Hand oder in einer Unterkunft. Geht schneller, als man denkt. Und ist nicht teuer.

Schuhe – nur das Nötigste

Mehr als zwei Paar nehmen wir nicht mit:

• bequeme Trailrunner – für Citys ebenso geeignet wie für mehrtägige Treks
• leichte Trekkingsandalen (zur Not auch als Badeschuhe verwendbar)

Das reicht für alle unsere Zwecke.

Waschzeug – minimal gehalten

Technik

Bezüglich Laptop haben wir lange herumüberlegt, aber da wir ja unterwegs auch arbeiten, ist er einfach unverzichtbar.

Wichtiges

Unsere Pack-Tricks

Ein paar Dinge machen einen riesigen Unterschied:

✔ Kleidung rollen statt falten
✔ Kompressions-Packbeutel nutzen!

✔ Tabletten, die wir täglich einnehmen müssen, raus aus den Blistern und in eine kleine Plastikdose! (zB leere Cremedose)!
✔ Schweres nah an den Rücken
✔ Zwischenräume ausfüllen

So passt deutlich mehr rein – ohne Chaos.

Unser Fazit

Mit Handgepäck zu reisen ist:

leichter
flexibler
entspannter

Außerdem fühlt man sich freier.

Man hängt nicht an seinem Gepäck – man bewegt sich einfach.

Für uns ist es inzwischen die schönste Art zu reisen.


In nächsten Beiträgen wollen wir noch genauer zeigen:

– unsere komplette Packliste
– was wir unterwegs nachgekauft haben
– was wir beim nächsten Mal anders machen würden
– wie Waschen auf Reisen wirklich funktioniert


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